Ausbildungsberuf
Gärtner/in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei.
Schulprojekt der Klasse AV-Home
Ein Schulprojekt der Klasse AV-Home für das Berufskolleg Ost der Stadt Essen.
Erstellt von der Klasse AV-Home für das Berufskolleg Ost der Stadt Essen
Beruf
Die Fachrichtung Friedhofsgärtnerei gehört zum Gartenbau. Auf der offiziellen BKO-Seite wird der Beruf als verantwortungsvolle Aufgabe beschrieben: Trauer- und Gedenkorte gestalten, pflegen und erhalten.
Gärtner/in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei.
Die Regelausbildungsdauer beträgt laut BKO 3 Jahre.
Berufskolleg Ost der Stadt Essen.
Ausbildungsbetrieb und Berufsschule bilden zusammen die duale Ausbildung.
Grundlage ist die offizielle BKO-Seite zur Friedhofsgärtnerei.
Wir haben uns mit dem Beruf Friedhofsgärtner/in beschäftigt, weil viele diesen Beruf nicht genau kennen. Dabei ist er wichtig, abwechslungsreich und verbindet Arbeit in der Natur mit kreativer Gestaltung. Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Informationen – von der Ausbildung über die BKO bis zu den Aufgaben im Beruf.
Aufgaben
Der Beruf ist vielfältig und verbindet Naturwissenschaft, Handwerk und Gestaltung. Hier sind die wichtigsten Aufgabenbereiche:
Friedhofsgärtner/innen wählen Pflanzen aus, planen Bepflanzungen und setzen sie um. Sie berücksichtigen Jahreszeiten, Klima und die Wünsche der Angehörigen.
Regelmäßiges Gießen, Schneiden und Düngen gehört zum Alltag. Auch die Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten ist wichtig. Die Grabstätten sollen das ganze Jahr über gepflegt aussehen.
Der Kontakt zu Angehörigen ist zentral. Friedhofsgärtner/innen beraten zu Pflanzen, Designs und Kosten. Sie haben Verständnis für die besondere Situation der Trauernden.
Neben Einzelgrabstätten gehört auch die Pflege von Friedhofsflächen, Wegen und Grünanlagen zum Aufgabenbereich. Die Gesamtgestaltung eines Friedhofs wird mitgeprägt.
Gärtner/innen dieser Fachrichtung arbeiten auch in Friedhofsgärtnereien, planen Saisonbeete, lagern Material und sind verantwortlich für Werkzeuge und Geräte.
Immer mehr Friedhöfe setzen auf ökologische Bepflanzung. Friedhofsgärtner/innen können mit natürlichen Methoden arbeiten und zu Biodiversität beitragen.
Ausbildung
Die Ausbildung zum/zur Gärtner/in Fachrichtung Friedhofsgärtnerei ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet: Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule.
Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt laut BKO 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen (sehr gute Schulleistungen oder Hochschulreife) ist eine Verkürzung auf 2,5 Jahre möglich.
3–4 Tage pro Woche arbeitest du in einer Friedhofsgärtnerei oder bei einem Friedhof selbst. Hier lernst du praktisch: Bepflanzung, Pflanzenpflege, Kundenberatung und Betriebsabläufe.
1–2 Tage pro Woche oder in Blöcken gehst du zum BKO Ost. Hier lernst du Theorie zu Botanik, Bodenkunde, Gartenbautechnik, Recht und Wirtschaft.
Der Unterricht findet in Blockform statt (mehrere Wochen am Stück). Das Berufskolleg Ost bietet spezialisierte Kurse für Gartenbau und Friedhofsgärtnerei mit moderner Ausstattung.
Nach etwa 1,5 Jahren findet eine erste Zwischenprüfung statt. Sie überprüft dein Wissen und deine Fähigkeiten bis dahin. Das ist eine wichtige Vorbereitung auf die Abschlussprüfung.
Nach 3 Jahren folgt die Abschlussprüfung. Sie besteht aus schriftlichen, praktischen und mündlichen Teilen. Die Prüfung wird von der zuständigen Kammer (z.B. Handwerkskammer) abgenommen.
Praktische Inhalte: Bodenvorbereitung, Pflanzenauswahl, Bepflanzungstechniken, Gießen und Düngen, Schnittarbeiten, Schädlingsbekämpfung, Kundenberatung, Kalkulation.
Theoretische Inhalte: Botanik und Pflanzenkunde, Bodenkunde und Substrate, Chemie und Dünger, Pflanzenschutz, Betriebswirtschaft, Kommunikation, Umweltschutz.
Besonderheit Friedhofsgärtnerei: Du lernst, mit Trauernden sensibel umzugehen, kulturelle und religiöse Unterschiede zu verstehen und Grabstätten individuell zu gestalten.
Schulsuche
Gib eine deutsche Postleitzahl ein und finde die drei nächsten Berufsschulen oder Berufskollegs, an denen du die schulische Ausbildung machen kannst.
Diese Schulsuche zeigt dir ausschließlich Schulen, an denen der schulische Teil der Ausbildung stattfinden kann. Ausbildungsbetriebe, Gärtnereien und sonstige Unternehmen werden hier nicht angezeigt.
Ort
Essen ist die größte Stadt im Ruhrgebiet und bietet Auszubildenden viel. Hier erfährst du, warum Essen ein attraktiver Ort für deine Ausbildung ist.
Essen hat über 580.000 Einwohner und liegt im Herzen des Ruhrgebiets. Die Stadt ist bekannt für ihre Geschichte, Kultur und Grünflächen. Die Gruga und der Baldeneysee sind beliebte Naherholungsgebiete.
Essen hat einen guten Flughafen und ist zentral erreichbar. Die U-Bahn, Straßenbahn und Busse sind gut ausgebaut. Mit dem Fahrrad können viele Orte einfach erreicht werden. Das Ruhrgebiet ist untereinander sehr gut vernetzt.
Essen bietet Studentenwerk-Wohnheime und private Wohnungsangebote in verschiedenen Preisklassen. Besonders die Nähe zum Baldeneysee und zur Gruga ist beliebt. Viele Auszubildende pendeln auch aus dem Umland.
Essen hat zahlreiche Museen, Theater und Galerien. Das Zollverein Weltkulturerbe ist beeindruckend. Daneben gibt es Kinos, Clubs und Restaurants in allen Preisklassen. Der Baldeneysee bietet Sport und Entspannung.
Für angehende Friedhofsgärtner/innen ist interessant: Essen hat viele Parks und Grünanlagen. Die Gruga ist ein botanischer Garten mit großartigen Bepflanzungen – eine echte Inspiration für den Beruf.
Das BKO ist zentral in Essen gelegen und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Schule hat moderne Ausstattung und spezialisierte Gartenbauflächen für praktisches Lernen.
Essen ist ein idealer Ort für eine Ausbildung zur Friedhofsgärtnerin/zum Friedhofsgärtner. Du hast Zugang zu einem modernen Berufskolleg, vielen Friedhöfen und Gärtnereien in der Region, gute Verkehrsanbindung und ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten nach der Arbeit. Das Ruhrgebiet ist der traditionelle Kernbereich des Gartenbaus in Deutschland.
Schule
Das BKO Ost ist deine Berufsschule während der Ausbildung. Hier erfährst du, was dich dort erwartet.
Das Berufskolleg Ost ist eine spezialisierte Berufsschule mit modernen Einrichtungen für Gartenbau. Die Schule hat Unterrichtsräume, Labore und eigene Gartenflächen für praktisches Lernen.
Der Unterricht findet in Blockform statt: Mehrere Wochen am Stück bist du in der Schule, danach mehrere Wochen im Betrieb. Das ermöglicht vertieftes Lernen und gute Praxiserfahrung.
Der Unterricht findet im Alexander-von-Humboldthaus in der Gruga statt. Die Lage ist zentral in Essen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Nähe zur Gruga (botanischer Garten und Parkanlage) ist ein großes Plus für die praktische Ausbildung.
Anforderungen
Es gibt keine harten Anforderungen, aber einige Dinge solltest du mitbringen.
Kein bestimmter Schulabschluss ist zwingend erforderlich (laut BKO). Ein Hauptschulabschluss ist aber praktisch hilfreich.
Der Beruf erfordert körperliche Belastbarkeit: Heben, Graben, Knien, Bücken. Du solltest gerne draußen arbeiten und mit unterschiedlichen Witterungen umgehen können.
Interesse an Pflanzen und Natur ist wichtig. Sorgfalt, handwerkliches Geschick und Kundenfreundlichkeit sind wertvoll.
Besonders für die Friedhofsgärtnerei ist wichtig: Sensibilität und Respekt gegenüber trauernden Menschen, Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen. Diese Fachrichtung unterscheidet sich von anderen Gartenbau-Richtungen durch den emotionalen Aspekt.
Praxis
Der Alltag als Friedhofsgärtner/in ist rhythmisch und von den Jahreszeiten geprägt.
Typisch sind 40 Stunden pro Woche. Die Zeiten richten sich nach Jahreszeit und Kundenwünschen. Im Frühling und Sommer gibt es mehr zu tun, im Winter weniger. Manche Betriebe bieten flexible Zeiten.
Wochenenden sind normalerweise frei. In den Schulferien hast du frei oder machst Betriebsurlaub. Die Betriebe richten sich nach den Schulblöcken.
Frühling/Sommer: Hochsaison für Bepflanzung und Pflanzenpflege.
Lange Arbeitstage, viel Kundenkontakt.
Herbst: Umgestaltung der Grabstätten, Vorbereitung auf Winter.
Winter: Weniger Feldarbeit, mehr Planung, Wartung und Instandhaltung.
Verdienst
Als Auszubildende/r erhältst du eine regelmäßige Vergütung. Die Höhe richtet sich nach Branchentarifverträgen und dem Bundesland.
Die monatliche Vergütung liegt zwischen 400–600 EUR brutto (je nach Betrieb und Jahr). Im 1. Lehrjahr verdienst du weniger als im 3. Lehrjahr.
Mit jedem Lehrjahr steigt dein Verdienst. Nach erfolgreichem Abschluss sind Verdienste von 1800–2300 EUR brutto realistisch (abhängig vom Betrieb).
Viele Betriebe bieten Urlaub, Weihnachtsgeld und Verpflegungszuschüsse an. Informiere dich bei deinem Betrieb über alle Leistungen.
Betriebe
Diese Betriebe und Institutionen bieten Ausbildungsplätze im Bereich Friedhofsgärtnerei an oder sind wichtige Anlaufstellen für Information.
Bereich: Friedhofsgärtnerei und Blumenbau
Ort: Essen-Kettwig
Ein etablierter Betrieb mit langer Tradition in der Friedhofsgärtnerei. Ausbildung kann direkt mit dem Betrieb besprochen werden.
Website: blumen-kettwig.de
Website öffnenBereich: Gartenbau und Friedhofsgärtnerei
Ort: Essen, Schweriner Straße
Ein handwerklicher Gartenbaubetrieb mit spezialisiertem Angebot. Ausbildungsangebote können direkt angefragt werden.
Schweriner Straße 42, 45147 Essen
Website öffnenBereich: Friedhofsgärtnerei
Ort: Essen-Frohnhausen
Ein Betrieb mit Fachanerkennung für Friedhofsgärtnerei. Ausbildung bitte direkt beim Betrieb anfragen.
Hamburger Straße 108, 45145 Essen
Kontakt ansehenBereich: Gartenbau, Friedhofsgärtnerei, Weiterbildung
Ort: Essen, Külshammerweg
Das Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer NRW ist in Essen eine wichtige Anlaufstelle für Information und Fortbildung in der Gartenbaubranche.
Külshammerweg 18–26, 45149 Essen
Website öffnenWeiterbildung
Nach der Ausbildung ist deine Karriere nicht vorbei – es gibt viele Möglichkeiten.
Nach dem Abschluss ist der direkte Einstieg in den Beruf möglich. Du kannst in etablierten Betrieben arbeiten oder dich selbstständig machen.
Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst du die Meisterprüfung im Gartenbau machen. Das qualifiziert dich für Führungsaufgaben und Betriebsgründung.
Es gibt Fortbildungen zu Pflanzenschutz, Gartenbautechnik, Naturschutz oder Management. Du kannst dich auf Friedhofs- oder Friedhofsplanung spezialisieren.
Nach der Ausbildung kannst du als Friedhofsgärtner/in arbeiten, dich zum/zur Meister/in weiterbilden, in Friedhofsverwaltungen tätig sein, bei Landschaftsarchitekturen mitarbeiten oder deinen eigenen Betrieb gründen. Der Beruf bietet verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten.
FAQ
Die Regelausbildungsdauer beträgt laut BKO 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich.
Ja. Die Ausbildung verbindet laut BKO den Betrieb mit dem Unterricht in der Berufsschule.
Auf der BKO-Seite wird kein bestimmter Schulabschluss als feste Voraussetzung genannt. Wichtig ist der Ausbildungsvertrag.
Der Unterricht findet laut BKO in Blockform im Alexander-von-Humboldthaus in der Gruga statt.
Offizielle Hinweise gibt es über die Landwirtschaftskammer NRW, Friedhofsgärtnereien in Essen und das BKO.
Ja, du erhältst eine Ausbildungsvergütung. Diese liegt typischerweise zwischen 400–600 EUR brutto und steigt mit jedem Lehrjahr.
Unter bestimmten Bedingungen (sehr gute Schulleistungen oder Hochschulreife) ist eine Verkürzung auf 2,5 Jahre möglich.
Ja, nach ausreichend Berufserfahrung kannst du die Meisterprüfung im Gartenbau machen.
Quellen
Diese Website stützt sich vor allem auf die offizielle Seite des Berufskolleg Ost der Stadt Essen zur Fachrichtung Friedhofsgärtnerei und auf verlinkte bzw. klar zuordenbare Fach- und Betriebsseiten.
Bildquellen: Berufskolleg Ost der Stadt Essen / offizielle BKO-Seiten